Lebensleistung verdient Respekt

Solidarität ein Leben lang. Wer hart arbeitet, hat Recht auf ein Alter in Würde und eine auskömmliche Rente. Wer mindestens 35 Beitragsjahre zur Rentenversicherung vorweisen kann (aus Beschäftigung, Kindererziehung und/oder Pflege), soll im Alter mehr bekommen als eine Rente knapp über der Grundsicherung.
So funktioniert die Grundrente nach dem Vorschlag von Hubertus Heil:

Bisherige Rente entsprechend erworbenen Entgeltpunkten + Zuschlag auf 35 Jahre Grundrentenzeit (ab Durchschnittswert von 0,2 EP wird dieser Wert um das 2-Fache angehoben, maximal auf 0,8 EP pro Jahr) = Grundrente

Beispiel: Eine Friseurin, die 40 Jahre auf dem Niveau des Mindestlohns voll gearbeitet hat (40 Jahre x 0,2 Entgeltpunkte), kommt derzeit auf eine monatliche Rente von 512,48 Euro, mit der Grundrente (bisherige Rente + 448,42 Euro Zuschlag von ihrem Durschnittwert 0,2 Entgeltpunkte x 35 Grundrentenjahren) käme sie künftig auf eine Monatsrente von 960,90 Euro .

Außerdem soll es Verbesserungen beim Wohngeld (einen Freibetrag von 125,- Euro) und einen Freibetrag in der Grundsicherung (25% der individuellen Rente, maximal aber aktuell 106 Euro) geben.
Das ist Anerkennung von Lebensleistung. Das ist gerecht.