Bundestagsabgeordnete Manja Schüle setzt sich für bessere Einsatzbedingungen von Soldaten im Auslandsmandat ein: „Der Mensch kommt vor dem Geld!“

Am 3. März besuchte eine Gruppe des Bundeswehr-Familienbetreuungszentrums Storkow die SPD-Bundestagsabgeordnete Manja Schüle im Parlament. „Als Bundestagsabgeordnete stimme ich über die Auslandseinsätze der Bundeswehr ab. Ich bin mir meiner Verantwortung bewusst und habe daher die Angehörigen von Soldaten getroffen, die gerade im Ausland ihren Dienst tun, um ihre Sicht zu erfahren“, erläutert Schüle den Hintergrund ihrer Einladung an die Angehörigen.

In dem knapp zweistündigen Gespräch schilderten die Soldaten-Familien die besonderen Lebensumstände der Soldatinnen und Soldaten wie auch ihrer Angehörigen nicht nur in der Zeit der Auslandseinsätze, sondern auch in der Vor- und Nachbereitungszeit. Unnötig erschwert wird die Einsatzbelastung durch Probleme hinsichtlich Ausstattung, Auftrag und Logistik. So sorgen vor allem die fehlenden Verlegekapazitäten der Luftwaffe dafür, dass Soldaten nach Beendigung des Einsatzes teilweise wochenlang warten müssen, bis sie in die Heimat ausgeflogen werden. Bundestagsabgeordnete Manja Schüle hatte den Angehörigen zugesagt, über diese Probleme mit dem Wehrbeauftragten des Bundestages zu sprechen und hat am gestrigen Dienstag ihre Zusage eingelöst. „Ich fand beim Wehrbeauftragten des Bundestages, Hans-Peter Bartels, ein offenes Ohr für die angesprochenen Probleme. Für die parlamentarische Kontrolle der Bundeswehr, aber auch, um den Soldatinnen und Soldaten zu ihren Rechten zu verhelfen, ist dieser Austausch unverzichtbar“, so Schüle weiter. Der jährliche Bericht des Wehrbeauftragten ist ein wichtiges Instrument, Mängel in Ausbildung, Ausrüstung, Dienst oder Führung der Truppe offen zu legen.

Insbesondere für die Verbesserung der Luftverlegemöglichkeiten der Bundeswehr liegen Lösungsvorschläge auf dem Tisch, die jedoch aus Kostengründen nicht realisiert werden. „Es darf nicht sein, dass wir am falschen Ende sparen. Die Truppe muss gut ausgebildet, ausgerüstet und vorbereitet in den Einsatz gehen und dann auch rechtzeitig und planbar wieder zurückkommen. Das sind wir den Soldatinnen und Soldaten schuldig, die im Dienst nicht selten ihr Leben aufs Spiel setzen. Der Mensch kommt vor dem Geld“, so Schüle.